100 Jahre Vereinsgeschichte FV Fortuna Heddesheim 1911 - 2011

“Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche,
sondern das Weitergeben des Feuers”


Nicht immer schien die Sonne in der einhundertjährigen Geschichte des FV Fortuna Heddesheim, es gab ein ewiges Auf und Nieder. Zwei Kriege die alles bisher da gewesene in den Schatten stellte, Kriege die ein normales Vereinsleben vollständig aus den Angeln hoben und dem Sport nur schwer heilende Wunden geschlagen haben.

Gründungsdatum: Frühjahr 1911, Eingetragen im Vereinsregister erstmals am 4.11.1911 als “e.V.”

Stehend von links: Josef Kohl, Martin Menz, Jean Klemm
Sitzend von links: Hermann Heuchel, Johann Bayer, Karl Bayer, Kilian Friesel, Georg Friesel

Die Jahre zwischen den Kriegen waren keinesfalls angetan dem Sport eine ruhige Entwicklung zu gestatten. Eine Betrachtung der Geschichte des Vereins soll zeigen, dass es immer wieder Energie und Idealismus waren, die gestützt auf tüchtige hilfsbereite Idealisten, die schwierigen Zeiten durchstehen ließen und dem Verein gestatten die Schwelle über die 100 Jahre zu überschreiten.

Als die Gründer am 11.Juli 1911 den Verein aus der Taufe hoben, waren die Verhältnisse und Zukunftsaussichten sehr hoffnungsvoll. Handel und Industrie standen in Blüte und das gesamte Wirtschaftsleben in einer stürmischen Aufwärtsentwicklung. In Deutschland herrschten geordnete politische und wirtschaftliche Verhältnisse. Die Worte Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit Inflation usw. waren für die damalige Generation noch keine Begriffe. Und dennoch war der Entschluss der Gründer damals kein leichter.

Zur Chronik gehört die Erwähnung, dass schon vor dem Gründungsjahr der Fortuna, die Einführung des Fußballsports in Heddesheim durch den damaligen Fußballclub “Viktoria” versucht wurde, aber fehlschlug. Es war eben in dieser Zeit nicht leicht einen Fußballverein aufzubauen. Schweren Anfechtungen von allen Seiten waren diese Fußballbegeisterten ausgesetzt, die man, besonders auf dem Lande, alles andere als normal bezeichnete. Umso höher ist daher der Idealismus und die Kameradschaft der Männer zu würdigen, die den Verein trotz aller Hindernisse gründeten.

Das Taschengeld wurde geopfert, um die notwendigsten Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen. Als Sportplatz wurde von der Gemeindeverwaltung nach harten Kämpfen die “Kuhweidwiese” zur Verfügung gestellt.

Die Auswirkungen des 1.Weltkrieges auf den Verein konnten nicht ausbleiben. Viele wurden damals zur Fahne gerufen und kehrten nicht mehr zurück. Es mußte im Vereinsbetrieb eine Pause eingelegt werden.

Nicht unerwähnt soll auch bleiben, dass vom Jahre 1915 bis Kriegsende ein zweiter Verein und zwar die “Fußballgesellschaft 1915” bestand, die sich 1919 der Fortuna anschloß.

Mannschaftsbild nach dem ersten Weltkrieg